Kategorie: Veranstaltung

Von schrägen Vögeln und Überlebenskünstlern

Was haben freischaffende Künstler in Stuttgart und ein Schwarm wildlebender Gelbkopfamazonen gemeinsam? Beide suchen nach einer Nische, in der sie geschützt und doch frei leben können. Zumindest solange bis ihr Lebensraum zerstört wird. Ein Film beschäftigt sich genau mit diesen menschlichen und tierischen Exoten. Der Dokumentarfilm »Birds are Looking for a Cage« wird am Donnerstag, 7. November 2013 im Rahmen der YoungDOK im Haus des Dokumentarfilms (Stuttgart, Mörikestraße 19) gezeigt. Immer wieder wechselt die Kamera zwischen den Protagonisten und nähert sich der entscheidenden Frage: Brauchen sie Brauchen sie einen Käfig, um zu überleben?

Der Filmautor arbeitet als Cutter, Regisseur und Dramaturg. »Birds are Looking for a Cage« war 2012 sein Diplomfilm an der Uni Hildesheim. Mehr Infos: http://www.hdf.dokumentarfilm.info/dokumentarfilm/youngdok/index.php

Get Shorties Lesebühne im Merlin

Hier mal wieder ein schöner Veranstaltungstipp für graue Herbst-Sonntage: Stuttgarts Kult-Lesebühne meldet sich zurück mit den besten KurzgeschichtenautorInnen aus Stuttgart und Umgebung. Wer sie noch nie erlebt hat, sollte unbedingt dabei sein. Witzig, unterhaltsam, schräg, nachdenklich, ironisch, hochliterarisch und authentisch. Seit mittlerweile zehn Jahren im Merlin. Macht immer Spaß und ist so ein Geheimtipp, der eigentlich längst keiner mehr ist, sich aber immer noch so anfühlt.
Davor und dazwischen gibt es zudem noch feinste Live-Musik. Wer will da noch Tatort schauen?
Mit am Start sind dieses mal Marcus Sauermann, Caroline Hafen, Nicolai Köppel, Volker Schwarz, Heiko Reimann, Ingo Klopfer und Gäste. Dazu Live-Musik von „Clara Kipp“ (www.clarakipp.com)
Beginn: 20 Uhr
Eintritt VK 6.-/ AK 8.-
Ort: Merlin Kultur/ Augustenstr. 72/ Stuttgart-West

Stuttgartnacht 2013 – Kultur bis zum Abwinken

Alle Jahre wieder – und das ist auch gut so. Angesichts des mehr als reichhaltigen Kulturprogramms könnte die Stuttgartnacht auch locker zur Stuttgart-Woche mutieren. Langweilig würde es auf keinen Fall werden. Am 18.10.2013 ist es also wieder soweit – bei der langen Nacht der Kultur ist natürlich wieder die ganze Stadt auf den Beinen. Bewaffnet mit Programmheft (aber bitte bereits gelesen und mit Lesezeichen versehen!) und Handys (“wo seid ihr?”) geht es auf die große kulturelle Entdeckungsreise durch etablierte Kultureinrichtungen, Off-Spaces, öffentliche Einrichtungen und ungewöhnliche und unbekannte Orte, die man sonst nicht aufsuchen würde. Oft sind es gerade letzere, die diese Veranstaltung so spannend machen.

Neben reichlich Altbewährtem locken auch zahlreiche Locations, die zum ersten Mal bei der Stuttgartnacht ihre Türen öffnen. Experimentiert wird beim Kosmos Verlag, subkulturell geht’s auf dem Cannstatter Güterbahnhofgelände bei “Contain’t” zu, in der Spardawelt sorgt Kabarett für eine zumindest temporäre kulturelle Aufwertung des öden Bankenviertels hinter dem Hauptbahnhof. Nicht nur Flüssiges, sondern zur Abwechslung auch mal eine theatrale Performance gibt’s in der Weinhandlung Kreis, Annas Kaufladencafé im Westen lädt zu Musik und Lesungen in Wohnzimmerambiente ein, sein neues Domizil präsentiert das Institut Fracais am Berliner Platz. Neu – nicht nur auf der Stuttgartnacht, sondern auch für Stuttgarts Theaterszene – ist auch das Theater Atelier im Osten.

Entspannung und keine Wartezeiten gibt es in der Regel in Kirchen, so zum Beispiel Multimediales, Artistik und Performances in St. Maria sowie Musik und Installationen in der Matthäuskirche. Auch in der Domkirche St. Eberhard kann man sich von Klanginstallationen verzaubern lassen, in der Leonhardskirche sowie, gleich ums Eck, in der St. Catherine’s Church kann man ebenfalls Live-Musik, fernab von Kirchenorgel und Chorälen, genießen.

Natürlich locken auch wieder bewährte Kultur-Hotspots wie Merlin, Bix, Tri-Bühne oder Literaturhaus mit einem Querschnitt ihres Angebots. Aber auch den kleinen, vielen noch unbekannten Locations lohnt es, einen Besuch abzustatten, so zum Beispiel das Theater am Faden mit Kultur aus fernen Ländern, das ABV Zimmertheater, das Wortkino oder die Jakobstube mit Travestie-Show und echtem Milieu-Flair.

Wer noch mehr unbekannte Seiten der Stadt kennen lernen will, kann dies mit einer alternativen Stadtführung von Trott-War, einer Führung durch die schwule Szene, einem Literatur-Spaziergang, einem konsumkritischen Stadtrundgang, auf einer nächtlichen Stäffeles-Tour oder – wem das zu wenig gruselig ist – auf einer Geisterführung.
In der Stadtbibliothek kann man daraufhin gleich sein neu erlerntes Wissen beim Quiz “unnützes Stuttgartwissen” unter Beweis stellen und sich obendrein noch Cocktails verdienen.

Stuttgartnacht 2012
 
Hier noch ein paar Kesselperlen-Überlebenstipps für eine stressfreien und erlebnisreichen Trip durch Stuttgarts Kulturlandschaft

  • gut im voraus planen
  • nicht mit einem größeren Freundeskreis machen, lieber trennen und zu späterer Stunde zum Ausklang treffen
  • Kein Treffen mit Freunden während des Abends vereinbaren – es kommt meistens eh alles anders
  • nicht mit Bekannten, die man lange nicht gesehen hat, machen – hier lieber mal an einem anderen Abend in eine Kneipe sitzen
  • mit dem Fahrrad lassen sich besonders schnell viele innerstädtische Ziele erreichen
  • mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind viele Einrichtungen oft schneller zu erreichen als mit den speziellen Shuttle-Bussen
  • lieber weniger Ziele vornehmen als durchhetzen
  • bei Theater- und sonstigen Vorstellungen mit begrenztem Einlass immer Alternativziele in der Umgebung einplanen
  • ein/zwei Stadtviertel als Schwerpunkt nehmen und hier möglichst vieles mitnehmen. Oft entdeckt man hier Überraschendes und hat zudem kürzere Wege
  • weit entfernt liegende Locations, bei denen im Programmheft schon von begrenztem Einlass die Rede ist, besser meiden
  • Theatervorstellungen, die man unbedingt mal sehen möchte, am besten an einem anderen Tag entspannt ganz offiziell besuchen
  • das Programmheft als Inspirationsquelle für kulturelle Aktivitäten in den folgenden Wochen und Monaten nehmen

Infos

Stuttgartnacht 2013, 18.10.2013, 19:00 – 02:00 UHR
Tickets für € 14,- sind erhältlich bei:
- den meisten beteiligten Kultureinrichtungen
- www.stuttgartnacht.de
- Ticket- und Info-Hotline: 0711/601 54 44
- allen Vorverkaufsstellen in Stuttgart und der gesamten Region
Abendkasse:
- Ticket-Bänder für € 16,- sind am Veranstaltungsabend bei allen Kultureinrichtungen erhältlich.
- Kinder unter 12 Jahren sowie eine Begleitperson von Behinderten haben freien Eintritt.

Weitere Infos unter …
www.stuttgartnacht.de
www.facebook.com/stuttgartnacht
www.twitter.com/stuttgartnacht

Gartenkonzert im Eiernest

Das Eiernest ist ein Gewann am Rande Heslachs sowie eine im Jahre 1927 erbaute Wohnsiedlung, die sich entlang der Eier-, Liebig- und Schreiberstraße erstreckt. Die ca. 180 einstöckigen Einfamilien-Reihenhäuser wurden im Rahmen eines sozialen Wohnungsbauprogramms der Stadt Stuttgart für städtische Arbeiter und Angestellte errichtet. Die etwas versteckt liegende, idyllische Anlage, die an die englische Gartenstadtidee anknüpft, ist eine der am besten erhaltenen Stuttgarter Arbeitersiedlungen.

Wer das Eiernest mal sehen und dabei noch ein bezauberndes Konzert in privatem Rahmen erleben möchte, sollte sich am am 28. September ab 17:00 Uhr im Habichtweg 5 einfinden. Im Rahmen der dort gelegentlich stattfindenden Stuttgarter Gartenkonzerte geben Tender Buttons in einem kleinen, für die Anlage typischen Garten ein Akustik-Konzert. Getränke, Decken und Kissen sollten selbst mitgebracht werden, der Eintritt ist frei. Der Platz ist allerdings begrenzt, daher ist frühzeitiges Erscheinen ratsam.

Adresse: Habichtweg 5/Stuttgart-Heslach, nähe Marienhospital. Gut erreichbar mit Bus Nr. 41 (Haltestelle Eiernest) oder 42, U1 und U14 (Haltestelle Erwin-Schöttle-Platz, dann zu Fuß).

Wagenhallen Open Door

Samstag, 19.01.2013 | 18:00 Uhr
Wagenhallen, Stuttgart.
Zum ersten mal: Wagenhallen Open Door 1 – die Kunstparty ohne Eintritt. Beginn 18 Uhr Ausstellung, ab 21 Uhr Konzert ANNAGEMINA, ab 23 Uhr dj party ELECTRO SWING, dazwischen HÜTTENZOUND
und natürlich Kunst, Bilder, Fotos usw. die ganze Nacht.